Moderne Abfallverwertung mit Verantwortung

Moderne Abfallentsorgung für Privatanlieferer und Gewerbekunden –
sicher, effizient und mit Energiegewinnung für die Region.

Moderne Entsorgungssicherheit für Ingolstadt und die Region

Seit 1996 steht die Müllverwertungsanlage Ingolstadt für sichere, moderne und umweltgerechte Abfallverwertung. Als erfahrener Entsorgungsfachbetrieb sichert die MVA die zuverlässige Restmüllbehandlung für Ingolstadt sowie die Landkreise Eichstätt, Neuburg-Schrobenhausen, Pfaffenhofen a. d. Ilm, Kelheim und Roth.

Mit langjähriger Erfahrung, modernster Anlagentechnik, effizienter Rauchgasreinigung und konsequenter Energieverwertung verbindet die MVA bewährte Kompetenz mit zukunftsorientierter Technik. Die thermische Verwertung ergänzt das regionale Entsorgungskonzept aus Müllvermeidung und stofflicher Verwertung. Dabei wird die entstehende Abwärme zur Erzeugung von Strom und Fernwärme genutzt – für eine sichere Entsorgung, eine Entlastung der Umwelt und die Einsparung wertvoller Primärenergie.

Zahlen & Fakten über die MVA

6

Abfallentsorgung für Privathaushalte

die Stadt Ingolstadt sowie fünf Landkreise

3

Verbrennungslinien

sorgen für eine sichere und leistungsfähige thermische Verwertung.

12 t/h

Kapazität neue Verbrennungslinien I und II.

wandeln Reststoffe in saubere Energie und Fernwärme um.

~99,7%

Schadstoffabscheidung

bei Stäuben, Salzen & Schwermetallen durch moderne Rauchgasreinigung.

Verantwortung, die uns antreibt

Restmüll sicher, umweltgerecht und effizient zu verwerten. Mit moderner Anlagentechnik, langjähriger Erfahrung und konsequenter Energieverwertung leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Entsorgungssicherheit der Region, zur Schonung von Ressourcen und zur Entlastung der Umwelt.

Entsorgungssicherheit

Wir sorgen für eine zuverlässige und langfristig gesicherte Abfallverwertung für Ingolstadt und die angeschlossenen Landkreise.

Umweltverantwortung

Durch moderne Rauchgasreinigung, strenge Emissionskontrollen und effiziente Energieverwertung handeln wir verantwortungsvoll gegenüber Mensch und Umwelt.

Verlässlichkeit

Als erfahrener Entsorgungsfachbetrieb setzen wir auf bewährte Prozesse, stabile Abläufe und eine hohe Betriebssicherheit.

Innovation

Wir verbinden langjährige Erfahrung mit moderner Technik, um unsere Anlagen und Prozesse kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Ressourcenschonung

Wir nutzen die bei der thermischen Verwertung entstehende Energie für Strom und Fernwärme und tragen so zur Einsparung wertvoller Primärenergie bei.

Regionale Verantwortung

Wir handeln im Auftrag der Region und leisten einen wichtigen Beitrag zur Daseinsvorsorge für rund 760.000 Einwohner.

Die Geschichte der MVA

Alles rund um unsere Anlagen

Linie 1 und 2 Linie 3

Die beiden baugleichen Verbrennungslinien I und II wurden 1996 in Betrieb genommen, verfügen über eine Kapazität von jeweils 12 t/h und dienen als modernes Müllheizkraftwerk der sauberen Energiegewinnung (Strom und Fernwärme) für die Region.

Anlagenschema Linie 1 und 2
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Anlieferung

Die Müllfahrzeuge passieren direkt an der Einfahrt zum Betriebsgelände eine elektronische Waage, auf der sie gewogen werden. Dann fahren die Müllwagen zur Anlieferhalle, wo der Abfall in den Bunker entleert wird. Die Entladehalle sowie der Müllbunker stehen unter leichtem Luftunterdruck, so dass kein Staub und Geruch nach außen dringen kann.

Von der Kranwarte aus steuert der Kranführer den teilautomatischen Kran und fördert so den Abfall mit dem Greifer aus dem Bunker in die Einfülltrichter.

Der Verbrennungsprozess

Der Krangreifer transportiert den Abfall in den Einfülltrichter, von wo aus er über eine „sanfte Beschickung" in einem gesteuerten, kontrollierten Vorgang auf den Rückschub-Rost aufgegeben wird. So wird eine schnelle und unkontrollierte Zündung vermieden und die Schadstoffproduktion minimiert.

Bereits am Rostanfang beginnt der Abfall intensiv zu brennen und es entwickelt sich eine Brennschicht mit Temperaturen über 1.000 °C. Der Abfall verbrennt zu einer mineralischen Schlacke ohne organische Bestandteile.

Die durch die Verbrennung entstehenden Gase werden durch Sekundärluft und Rezirkulations-Abgas verwirbelt und in der Flammenspitze bei über 1.000 °C ausgebrannt.

Nutzung der Abwärme

Bei jedem Verbrennungsprozess entsteht Wärme – so auch bei der Müllverbrennung. Die heißen Rauchgase müssen gereinigt und abgekühlt werden, bevor sie in die Umwelt entlassen werden.

Die MVA Ingolstadt verfügt über zwei neue Ofenlinien mit jeweils 12 t/h Durchsatzleistung. Die Abhitzekessel erzeugen Heißdampf mit 40 bar und 400 °C.

Der Spielraum für die Energienutzung beträgt maximal 18 MW elektrisch oder 50 MW thermisch. Bei Nennlastbetrieb werden jährlich ca. 80.000 MWh elektrische und ca. 140.000 MWh thermische Energie abgegeben.

  • Stromversorgung für rund 17.000 Haushalte
  • Fernwärme für ca. 40.000 Einfamilienhäuser
  • Einsparung von ca. 72.000 Tonnen CO₂

Angeschlossen sind u. a. die Saturn-Arena, Audi (seit 2004), das Freibad Ingolstadt sowie das Theater Ingolstadt. Weitere Projekte wie das Klinikum Ingolstadt sind in Planung.

Abgasreinigung

Im Abgas sind diverse Schadstoffe enthalten, die in einer mehrstufigen Abgasreinigung abgeschieden werden.

Gewebefilter: Scheidet Stäube, Schwermetalle sowie Dioxine und Furane ab. Die Abscheidegrade reichen bis an die Nachweisgrenze heran.

Rauchgaswäscher: Im dreistufigen Gegenstromwäscher werden saure Schadgase HCl, SO₂ und HF sowie Aerosole ausgewaschen. Die SO₂-Abscheidung erfolgt mit Natronlauge.

Rauchgaswiederaufheizung: Die Rauchgase werden in vier Schritten von ca. 65 °C auf ca. 240 °C aufgeheizt.

Katalysator (SCR): Unter Zugabe von Ammoniakwasser bei 260 °C werden Stickoxide rückstandsfrei in Stickstoff und Wasserdampf zerlegt.

Kamin: Über den Kamin (Mündung 80 m Höhe) werden die gereinigten Rauchgase abgegeben.

Kraft-Wärme-Kopplung

Das Konzept der Kraft-Wärmekopplung ist die erstrebenswerteste Form der Energienutzung, weil es die umfassendste Nutzung der Wärmeenergie ermöglicht.

Bei der reinen Verstromung kann aus physikalischen Gründen nur ein verhältnismäßig kleiner Teil des Energieinhaltes des Wasserdampfes in Strom umgewandelt werden. Der weitaus größere Teil liegt als latente Verdampfungswärme vor und kann „nur" zu Heizzwecken genutzt werden.

Die erste MVA Ingolstadt vernichtete die Abwärme noch mit Verdampfungskühlern. Wenige Jahre später, beim Bau der dritten Ofenlinie, wurden Abhitzekessel und Turbine installiert – und Fernwärme konnte erstmals ausgekoppelt werden.

Abgasreinigung

Gewebefilter: Scheidet Stäube, Schwermetalle sowie Dioxine und Furane ab.

Rauchgaswäscher: Im dreistufigen Gegenstromwäscher werden saure Schadgase HCl, SO₂ und HF sowie Aerosole ausgewaschen.

Rauchgaswiederaufheizung: Die Rauchgase werden in vier Schritten von ca. 65 °C auf ca. 240 °C aufgeheizt.

Katalysator (SCR): Unter Zugabe von Ammoniakwasser bei 260 °C werden Stickoxide in Stickstoff und Wasserdampf zerlegt. Dioxine/Furane werden oxidativ zerstört.

Saugzug: Das große Gebläse fördert die Rauchgase durch alle Reinigungsstufen bis zum Kamin.

Kamin: Über den Kamin (80 m Höhe) werden die gereinigten Rauchgase abgegeben.

Klicken Sie auf den Teil der Anlage zu dem Sie nähere Informationen wünschen!

 
Verbrennungslinie 3 Schema
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Anlieferbereich

Die Müllfahrzeuge passieren direkt an der Einfahrt zum Betriebsgelände eine elektronische Waage, auf der sie gewogen werden. Dabei wird neben der Menge auch die Art und Herkunft der Abfälle registriert.

Im Anlieferbereich angekommen, wird der Abfall über die Anlieferhallen in die jeweiligen Bunkerbereiche gekippt.

Gewerbemüll­sichtung

Der Gewerbemüllbunker und die Gewerbemüll-Anlieferhalle stehen unter leichtem Unterdruck, so dass kein Staub und Geruch nach außen dringen kann und somit auch keine Belästigung für die Bevölkerung entsteht.

Der Gewerbemüllbunker hat ein Fassungsvermögen von etwa 1.000 t.

Müllbunker

Der Müllbunker und die Anlieferhalle stehen wie der Gewerbemüllbunker unter leichtem Unterdruck. Wie auch beim Gewerbemüllbunker sollen hier Geruchsemissionen vermieden werden.

Der Müllbunker hat ein Fassungsvermögen von etwa 5.000 t Müll. Mit dieser Menge ist ein Betrieb aller drei Verbrennungslinien von ca. sieben Tagen (700 t Müll/Tag) möglich. Feiertage und Wochenenden ohne Anlieferung können so problemlos überbrückt werden.

Zünd-/Stütz­brenner

Für die Anfahr- und Abfahrbetriebsphase werden erdgasbetriebene Stützbrenner verwendet.

Die Stützbrenner stellen sicher, dass die erforderliche Mindesttemperatur von 800 °C im Feuerraum schon vor der Müllaufgabe eingehalten wird und auch während des Abfahrvorganges eine sichere thermische Zerstörung von organischen Schadstoffen gewährleistet werden kann.

Dampfkessel

Im Dampfkessel wird den heißen Rauchgasen Energie entzogen und zur Verdampfung von Speisewasser verwendet.

Mit diesem Dampf (400 °C, 40 bar) wird von der Turbine und dem Elektrogenerator Energie in Strom und Fernwärme umgewandelt.

Luftvorwärmer Zone 1 & 2

Um einen gleichmäßigen stabilen Betrieb sowie eine optimale Trocknung und Vergasung des Brennstoffs zu erreichen, muss die Primärluft erhitzt werden.

Sie wird von ca. 50 °C auf 220 °C in Zone 1 und 2 aufgewärmt.

Elektrofilter

Mit dem Elektrofilter wird Staub aus dem Rauchgas abgeschieden.

Das Abscheideprinzip beruht auf der elektrischen Aufladung von Staubpartikeln, die anschließend an speziellen Elektroden abgeschieden werden können.

Schlacke­entsorgung

Die entstandene Schlacke fällt vom Rost in einen mit Wasser gefüllten Entschlacker, wo sie abkühlt.

Von diesem wird die Schlacke in Schlackeloren gedrückt, welche Gabelstapler zum Schlackeplatz transportieren und dort ausleeren.

Dreistufiger Gegenstrom­wäscher

Im dreistufigen Gegenstromwäscher werden vorrangig die sauren Schadgase Chlorwasserstoff, Schwefeldioxid und Fluorwasserstoff sowie Aerosole ausgewaschen bzw. ausgeschieden.

Stufe 1 – Quench: Abscheidung von Quecksilber-Aerosolen.

Stufe 2 – Füllkörperstufe: Unter Zugabe von Natronlauge erfolgt die Schwefeldioxid-Abscheidung.

Stufe 3 – Venturi-Stufe: Restaerosolabscheidung.

Katalysator-Bypass

Bei Außerbetriebnahmen der Verbrennungslinie oder wenn die erforderlichen Temperaturen noch nicht erreicht sind, werden die Rauchgase an dem Katalysator vorbeigeführt.

ReGaVo – Regenerative Wärme­tauscher

Durch verschiedene Wärmetauscher werden die Rauchgase in vier Schritten von ca. 110 °C auf ca. 200 °C aufgeheizt.

DeNox-Katalysator

Im DeNOx-Katalysator (Selektive Katalytische Reduktion, SCR-Verfahren) werden unter Zugabe von Ammoniakwasser und bei einer Temperatur von 240 °C die Stickoxide reduziert.

Es erfolgt eine Umsetzung in elementaren Stickstoff und Wasserdampf. Nebeneffekt des Katalysators ist die oxidative Spaltung von toxischen organischen Verbindungen.

Dampfturbine mit Generator

Der erzeugte Heißdampf (400 °C, 40 bar) wird in der Turbine stufenweise entspannt und in Drehenergie umgewandelt, die den Generator antreibt.

Die maximale Generatorleistung beträgt 6,7 MW.

Kamin

Über den Kamin (Kaminmündung 80 m Höhe) werden die gereinigten Rauchgase an die Atmosphäre abgegeben.

Keep the fire burning - starte deine Karriere bei der MVA in Ingolstadt

Sie haben Fragen zur MVA Ingolstadt? Wir haben die Antworten!

Welche Abfälle darf ich in die MVA bringen?

In der MVA Ingolstadt können Privatpersonen nach vorheriger Anmeldung Restmüll und Sperrmüll anliefern. Dazu gehören beispielsweise Matratzen, Sofas, Teppiche, PVC-Böden, Tapetenreste, Möbelstücke, Spielzeug, Hygieneartikel oder Windeln. Wertstoffe wie Papier, Glas, Metall oder Holz gehören hingegen zum Wertstoffhof.

Nein. Auch kleine Mengen können angeliefert werden. Für Kleinanlieferungen gelten Pauschalpreise, beispielsweise für den Inhalt eines normalen PKW-Kofferraums oder Mengen bis 100 kg

Ja. Recyclingfähige Materialien wie Papier, Kartonagen, Glas, Metalle oder verwertbares Holz dürfen nicht in der MVA angeliefert werden. Diese Stoffe müssen getrennt und über die entsprechenden Sammel- und Wertstoffsysteme entsorgt werden.

Ja. Sperrmüll wie Matratzen, Sofas, Teppiche, Möbelstücke, Tapetenreste oder PVC-Beläge kann in der MVA Ingolstadt angeliefert und fachgerecht entsorgt werden.

Nicht angenommen werden unter anderem Elektrogeräte, Batterien, Altöl, Gasflaschen, Feuerlöscher, Lösungsmittel, Bauschutt, Altreifen, Asbest, Glaswolle sowie andere gefährliche oder problematische Abfälle. Diese müssen über spezielle Entsorgungswege abgegeben werden